Titel: Bonelli's telegrapischer Apparat für Eisenbahnzüge und galvanischer Webstuhl.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1855, Band 136/Miszelle 2 (S. 152)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj136/mi136mi02_2

Bonelli's telegrapischer Apparat für Eisenbahnzüge und galvanischer Webstuhl.

Bern, 13. April. – Wir haben dieser Tage den Hrn. Ritter Bonelli von Turin, den Erfinder des galvanischen Webstuhls, in der Bundesstadt gesehen. Er hat hier zwanzig Apparate zu weiterer Benutzung seiner genialen Erfindung bestellt, welche die eidgenössische Telegraphenwerkstätte unter Leitung des rühmlichst bekannten Mechanikers Hipp liefern wird. Einige Muster dieser Apparate sind für die Pariser Ausstellung bestimmt.

Bei diesem Anlaß erfährt man denn auch Näheres über die neueste Erfindung Bonelli's, durch welche in vollem Laufe befindliche Eisenbahnzüge sich unter einander und mit jedem Stationsbureau in telegraphischen Verkehr setzen können. Zu diesem Ende wird auf der Fläche zwischen den Eisenbahnschienen, und mit denselben parallellaufend, längs der Bahn über eine Reihe kleiner Isolatoren ein eisernes Band gezogen, als Elektricitätsleiter. Mit diesem Leiter kann nun der Apparat, den jeder Zug in einem eigenen Coupé mitführt, mittelst Federdruck in fortdauernde Berührung gesetzt werden, wodurch die über die Bahn fahrenden oder auf derselben anhaltenden Convois unter sich und mit jedem Bureau in Verbindung treten, das eine Leitung zu jenem Eisenband hergestellt hat. Die sogenannte Erdleitung wird sehr einfach durch eine zweite Eisenfeder bewerkstelligt, welche den elektrischen Strom vom Apparat auf eines der Wagenräder führt, von wo er sich durch die Bahnschienen in die Erde verliert. (Allg. Zeitung, 1855, Nr. 108.)

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