Titel: Rothe Tinte.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1855, Band 136/Miszelle 4 (S. 234)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj136/mi136mi03_4

Rothe Tinte.

Im Artikel „Tinte“ in Prechtl's technologischer Encyklopädie (Bd. XVIII S. 465) ist nach Kreßler folgende Vorschrift zur Bereitung einer rothen Tinte aus Cochenille gegeben:

„Es werden 4 Loth beste Cochenille, gröblich gepulvert, in 1 Pfund Wasser geschüttet, worin man 4 Loth krystallisirtes kohlensaures Natron aufgelöst hat. Eine Stunde lang läßt man dieß, unter öfterem Umrühren, stehen; dann filtrirt man durch Leinwand, und setzt der bläulich rothen Flüssigkeit allmählich von einem gepulverten Gemenge aus 4 Loth Alaun und 4 Loth Weinstein zu, indem man bei jeder Portion das Aufbrausen vorübergehen läßt. Ist die gewünschte Höhe der Farbe zum Vorschein gekommen, so hört man mit dem Zusetzen auf, läßt ruhig stehen, gießt die Tinte von dem geringen Bodensatze ab, fügt eine Auflösung von 3 Loth Gummi in Wasser, und zuletzt ein wenig Nelkenöl hinzu. – Viel Vorrath zu halten ist nicht räthlich, da Cochenille-Tinten leicht in Fäulniß übergehen.“

Ich habe schon vor längerer Zeit die Bemerkung gemacht, daß diese Tinte sich Jahre lang hält, wenn man statt kohlensauren Natrons kohlensaures Ammoniak dazu nimmt, und zwar so viel, daß es in der Mischung vorherrscht. G. Kindt. (A. a. O.)

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