Titel: Anwendung des Steinkohlentheers zur Fabrication von Schwärze.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1855, Band 136/Miszelle 8 (S. 398–399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj136/mi136mi05_8

Anwendung des Steinkohlentheers zur Fabrication von Schwärze.

Man rührt 200 Pfd. gelöschten Kalk (Kalkhydrat) mit 160 Pfd. Steinkohlentheer (aus Gasanstalten) an, setzt dann 18 Pfd. Alaun (Kali-Alaun) zu, und bildet aus dem Ganzen einen gut gemischten Teig. Dieser Teig wird bei ausgeschlossener Luft stark erhitzt, entweder in irdenen Tiegeln oder in eisernen Cylindern, wie man sie zur Fabrication von Beinschwarz anwendet.

Nach beendigter Verkohlung zieht man das Feuer aus dem Ofen und läßt das Product in dem geschlossenen Behälter abkühlen, worauf es gemahlen werden kann.

Durch Abänderung der Verhältnisse von Theer und gelöschtem Kalk kann man auch alle Nuancen von Braun und Grau ohne Schwierigkeit hervorbringen.

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W. E. Newton in London ließ sich dieses Verfahren, welches ihm von einem Ausländer mitgetheilt wurde, am 20. Juni 1854 für England patentiren. (Repertory of Patent-lnventions, April 1855, S. 358.)

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