Titel: Anwendung des Steinkohlentheers als Farbe in Gärtnereien.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1855, Band 136/Miszelle 16 (S. 468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj136/mi136mi06_16

Anwendung des Steinkohlentheers als Farbe in Gärtnereien.

Der landwirtschaftliche Verein von Clermont veröffentlicht folgendes Factum:

Ein Gärtner benützte zum Anstreichen von Holzwerk in seinen Gewächshäusern Steinkohlentheer aus einer Leuchtgasfabrik, welches Anstreichmittel neben dem Nutzen der schwarzen Farbe noch den Vortheil der bedeutenden Wohlfeilheit bot, indem die Kosten desselben nur 1/8 von dem betrugen, was die billigste Farbe gekostet hätte. Das Anstreichen wurde im Spätherbst vorgenommen; im Frühjahr bemerkte der Gärtner mit Erstaunen, daß die Spinnen und Insecten, die sich sonst in seinen Gewächshäusern angesiedelt hatten, verschwunden waren. Zugleich bemerkte er, daß Weinstöcke am Spalier, die seit zwei Jahren kränkelten und die er deßhalb entfernen wollte, sich plötzlich wieder so erholt hatten, daß sie ihm wieder die schönsten Trauben brachten. Er bestrich nun die Spaliere und Pfähle von allen Bäumen, die von Insecten angegriffen waren und seine Unternehmung wurde mit gutem Erfolg gekrönt. Die Schnecken und Raupen verschwanden, wie die Insecten und Spinnen, und die bis dahin kranken Bäume trugen herrliche Früchte.

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