Titel: Ueber ein Verfahren, Kupfer und Messing auf galvanischem Wege mit Platin zu überziehen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1855, Band 136/Miszelle 7 (S. 464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj136/mi136mi06_7

Ueber ein Verfahren, Kupfer und Messing auf galvanischem Wege mit Platin zu überziehen.

Nach diesem von Jewreinoff herrührenden Verfahren lassen sich die genannten zwei Metalle mittelst einer mäßig stark und konstant wirkenden Batterie von wenig Elementen beliebig stark verplatiniren, wenn man nur die mit der Kathode verbundenen Gegenstände von Zeit zu Zeit aus der Platinsalzsolution entfernt, sie mit Schlämmkreide gehörig blank reibt und dann immer von neuem wieder dem elektrischen Strome aussetzt. Das zu diesem Verfahren von Jemreinoff empfohlene Platinsalz ist oxalsaures Platinoxydul-Kali, welches man zu genanntem Zwecke auf folgende Weise bereitet: Man setzt zu einer aus 100 Gewichtstheilen metallischen Platins gewonnenen Lösung von Platinchlorid in Wasser, 100 Gewichtstheile in Wasser gelöstes Aetzkali. Dadurch entsteht bekanntlich ein gelber feinkörnig krystallisirter Niederschlag von Kaliumplatinchlorid; diesen erhitzt man in einem Porzellangefäße bis zu seinem Verschwinden mit 200 Gewichtstheilen in Wasser gelöster Oralsäure, und fügt, sobald die Auflösung erfolgt, noch 300 Theile in Wasser gelösten Aetzkalis hinzu. Diese stark alkalisch reagirende Flüssigkeit eignet sich, wie gesagt, recht gut zum Verplatiniren obengenannter Metalle. Dr. Rud. Böttger. (Jahresbericht des physikalischen Vereins zu Frankfurt a. M. für 1853–1854.)

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