Titel: Hartes Letternmetall, von J. R. Johnson.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1855, Band 136/Miszelle 8 (S. 464–465)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj136/mi136mi06_8

Hartes Letternmetall, von J. R. Johnson.

Als Schriftgießermetall verwendet man gewöhnlich eine Legirung von Blei und Antimon, bisweilen mit Zusatz einiger Procente Zinn. Um ein härteres, zäheres und höchst dauerhaftes Letternmetall zu erhalten, wendet der Erfinder Zinn (in großem Verhältniß) mit Antimon an, mit sehr wenig oder keinem Blei. Er nimmt |465| vorzugsweise 75 Theile Zinn auf 25 Antimon. Will man auch Blei anwenden, so darf es höchstens 50 Procent von dieser Legirung betragen, weil sonst die Härte und Zähigkeit derselben vermindert wird und sie dann dem gewöhnlichen Letternmetall nicht mehr vorzuziehen wäre.

Das Zinn, oder die Mischung von Zinn und Blei, wird zuerst geschmolzen; nachdem der Schaum beseitigt worden ist, setzt man das Antimon zu, und fährt fort zu erhitzen, bis die Vereinigung stattgefunden hat; die Legirung wird dann wieder abgeschäumt und zum Gebrauch in Form von Stäben gegossen.

Wenn das Antimon ziemlich rein ist, sind die oben angegebenen Verhältnisse die besten, nämlich 1 Theil Antimon auf 3 Theile Zinn, oder Zinn und Blei; enthält das Antimon aber andere Metalle, so muß man von ihm weniger anwenden, oder, was vorzuziehen ist, es einer Reinigung unterziehen. – Patentirt in England am 7 April 1854. (Chemical Gazette, Mai 1855, S. 180)

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