Titel: Goodall's Zerreibungs-Apparat.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1855, Band 137, Nr. CI. (S. 409)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj137/ar137101

CI.  Goodall's Zerreibungs-Apparat.

Aus dem Mechanics' Magazine, 1855, Nr. 1658.

Mit einer Abbildung auf Tab. VI.

Hr. H. Goodall, Chemiker zu Derby, ließ sich neuerlich eine sehr nützliche Zerreibungsmaschine patentiren; sein Apparat ist so construirt, daß das Zerreiben verschiedener Substanzen mit Hülfe eines Stößels oder einer Keule, statt mit Walzen und flachen Oberflächen bewirkt wird. Fig. 22 ist eine Abbildung der Maschine.

Die zu zerreibenden Substanzen werden in den Mörser gebracht, dessen Keule durch mechanische Mittel in solcher Weise wirkt, als wenn man die reibende Bewegung mit der Hand ertheilte, wie dieß gewöhnlich in einem Mörser geschieht. Die Keule kann stets in jeder Richtung bewegt werden, und es sind daher Spatel, um die zerriebene Substanz wieder in ihren Bereich zu bringen, ganz unnöthig.

Die durch den Apparat ersparte Arbeit ist bedeutend und es können mittelst desselben die härtesten Substanzen eben so gut als mit einer complicirten Maschinerie und in jeder beliebigen, auch geringen Menge zerrieben werden.

Der Mörser oder die Reibschale und die Keule können beide leicht weggenommen werden. Der Mörser wird vorn an dem Apparat und so angebracht, daß keine Unreinigkeiten durch Reibung der Räder hineinfallen können. Daher ist der Apparat bei allen Salzen, feinern Farben, Quecksilber-Präparaten, bei Buchdruckerschwärze etc. sehr anwendbar. Unter der Maschine ist ein Siebapparat angebracht, so daß das Zerreiben und Sieben gleichzeitig vorgenommen werden können.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Tafeln


Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: