Titel: Nachträgliche Notiz in Betreff der Bereitungsweise des metallischen Eisens in feinzertheiltem Zustande.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1855, Band 137/Miszelle 4 (S. 394–395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj137/mi137mi05_4
|395|

Nachträgliche Notiz in Betreff der Bereitungsweise des metallischen Eisens in feinzertheiltem Zustande.

In Bezug auf die im polytechn. Journal Bd. CXXXVI S. 211 angegebene Bereitungsweise des Ferrum pulveratum kann noch bemerkt werden, daß man nicht nöthig hat, den Eisenvitriol vorher zu entwässern.

Ein anderes, vielleicht noch zweckmäßigeres Verfahren zur Bereitung dieses Präparat; besteht darin, daß man das oxalsaure Eisenoxydul in einem Strom von Wasserstoffgas zum schwachen Glühen erhitzt. Dieses durch seine citrongelbe Farbe so ausgezeichnete Salz wird bekanntlich ganz leicht erhalten durch Fällung einer concentrirten Lösung von schwefelsaurem Eisenoxydul mit einer heiß gesättigten Lösung von freier Oxalsäure. Das getrocknete Salz wird in Wasserstoffgas sehr rasch und bei so schwacher Hitze zu grauem metallischem Eisen reducirt, daß man die Operation bequem in einem Glasrohr vornehmen kann. Indessen muß man aber doch zuletzt bis zum sichtbaren Glühen erhitzen, weil sonst das Eisenpulver pyrophorisch wird. Ist es, wenn man es ausschüttet, im Geringsten noch warm, so entzündet es sich, selbst wenn es vorher zum Glühen erhitzt worden war. Professor Fr. Wöhler. (Annalen der Chemie und Pharmacie, August 1855, S. 192.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: