Titel: Ueber das Anlassen des Gußstahls
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1855, Band 137/Miszelle 9 (S. 465)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj137/mi137mi06_9

Ueber das Anlassen des Gußstahls

theilte Hr. Harry Scrivenor zu Liverpool in der Society of Arts folgende ihm von einem geschickten Arbeiter zugekommenen Beobachtungen mit.

1) Die Meißel zum Ausbohren der Cylinder, Abdrehen der Walzen und anderer starken Gußeisenstücke kann man so hart lassen, als sie das Wasser macht, wenn das Werkzeug bloß kirschrothwarm zum Härten hineingesteckt wird.

2) Werkzeuge zum Abdrehen von Schmiedeisen, blaß strohgelb 430° Fahr.
3) Kleine Werkzeuge zu demselben Zweck, etwas dunkler gelb 450° „
4) Drehstähle für Holz, noch etwas dunkler gelb 470° „
5) Zu Schraubenkluppen, noch dunkler strohgelb 490° „
6) Für Beile, starke Meißel, gelbbraun 500° „
7) Für kleine Reibahlen etc., gelb mit einem Stich ins Rothe 520° „
8) Für Scheren, licht purpurroth 530° „
9) Für Federn, Säbel, dunkles Purpurroth 550° „
10) Für feine Sägen, Dolche etc., dunkelblau 570° „
11) Für Handsägen etc., blaßblau 590° „

Das Anlassen hängt größtentheils von der Kohlenstoffmenge ab, die in dem Stahl enthalten ist – was ein geschickter Arbeiter bald finden und das Anlassen darnach einrichten wird. (Mechanics' Magazine, 1855, Nr. 1660.)

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