Titel: Bericht über die photographisch-chemische Lehranstalt in Jena.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 140/Miszelle 1 (S. 72–73)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj140/mi140mi01_1

Bericht über die photographisch-chemische Lehranstalt in Jena.

Dieses Unternehmen fand bei seiner Bekanntwerdung eine freundliche Aufnahme, wie aus den Berichten einer Anzahl wissenschaftlicher Zeitschriften hervorging. Auch dem engeren Kreis des photographischen Publicums schwanden die anfänglichen Vorurtheile. Das beste Zeugniß von dem wachsenden Vertrauen desselben ist die steigende Frequenz dieses Institutes. Seit seiner Eröffnung am 1. Mai vorigen Jahres haben im Ganzen zwölf ordentliche Mitglieder daran Theil genommen. Der Eintritt fand meist zu verschiedenen Zeiten und auf verschiedene Dauer statt, wie es dem Einzelnen passend war. Im Laufe der Monate Januar, Februar und März sind allein sechs neue Mitglieder eingetreten, und es war nur zu bedauern, daß Unterzeichneter durch eine mehrwöchentliche Krankheit im Januar einige sehr pressante Anmeldungen, die keinen Aufschub möglich machten, ablehnen mußte.

Um den vielen Anfragen einigermaßen zu begegnen, mußte es an der Zeit seyn, etwas über die Bestimmung des Honorares zu veröffentlichen. Je nach der Dauer und Vollständigkeit des Unterrichtes beträgt das Honorar 10 bis 50 Rthlr. – Das Erlernen und Einüben einzelner praktischer Methoden, namentlich des jetzt so beliebten |73| Collodium-Verfahrens: 20 bis 25 Rthlr. Besonders empfehlenswerth für die Einübung im Sommersemester ist das Verfahren auf trockenem Collodium zur Aufnahme von Ansichten. Diesem steht würdig zur Seite das Verfahren zu gleichem Zweck auf Albumin und auf trockenem Wachspapier nach Le Gray.

Jena, im März 1856.

Dr. J. Schnauß.

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