Titel: Ueber die Löslichkeit der Knochen in Wasser, bezüglich ihrer Anwendung als Düngmittel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 140/Miszelle 11 (S. 239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj140/mi140mi03_11

Ueber die Löslichkeit der Knochen in Wasser, bezüglich ihrer Anwendung als Düngmittel.

Läßt man Knochenpulver, wie es als Düngmittel für die Landwirthschaft auf den Knochenmühlen bereitet wird, einige Zeit lang mit Wasser in Berührung und filtrirt das letztere dann ab, so findet man in demselben eine leicht nachweisbare Menge von phosphorsaurem Kalk und phosphorsaurer Magnesia aufgelöst. Man erhält dasselbe Resultat, wenn man ein durch langes Kochen von aller Kohlensäure befreites Wasser anwendet. Als durch eine und dieselbe Menge von Knochenpulver mehrere Monate lang Wasser hindurchfiltrirt wurde, ließ sich fortwährend ein Gehalt an jenen phosphorsauren Erdsalzen darin nachweisen, ja ihre Menge schien sogar zuzunehmen in dem Maaße, wie die organische Materie der Knochen während dieser langen Berührung mit Wasser und Luft in Fäulniß überging und das abfließende Wasser trübe und übelriechend wurde. Diese Thatsache scheint nicht ohne praktischen Werth für die Landwirthschaft zu seyn, denn sie zeigt, daß aus den Knochen, ohne alle künstliche Zubereitung, die phosphorsauren Erdsalze ausgezogen und im gelösten Zustand in den Boden übergeführt werden können, vielleicht gerade in der, für die Funktionen, für die sie bestimmt sind, erforderlichen Menge, und daß bei der Anwendung von Knochenpulver als Düngmittel einfach vielleicht die Präparation hinreicht, daß man es während der Sommerzeit in Haufen fortwährend benetzt und feucht erhält. Prof. Fr. Wöhler. (Annalen der Chemie und Pharmacie, April 1856, S. 143.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: