Titel: Metallisirung des Hornes, nach Meunier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 140/Miszelle 6 (S. 236)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj140/mi140mi03_6

Metallisirung des Hornes, nach Meunier.

Die Gegenstände aus Horn werden erst wie gewöhnlich fertig gemacht, indem man jede Färbung vermeidet, und dann mit einem der folgenden Stoffe überzogen: Chlorzink, durch Eintauchen oder mittelst einer Bürste angebracht, gibt gelbe Bronzefarbe, chromsaures Zinkoxyd eine grüne Farbe, Chlorkupfer im flüssigen Zustande eine schwarze Bronzefarbe, flüssiges chromsaures Kupferoxyd eine braune Bronze, und Jodkalium, auf diesen Farben angebracht, verwandelt sie in Roth. Die mit diesen Stoffen behandelten Gegenstände werden einer Temperatur von etwa 68° C. ausgesetzt, bis sie trocken sind. Das Trocknen kann auch an freier Luft geschehen, wenn es warm genug ist.

Die gut getrockneten Gegenstände reibt man mit einer Masse, die aus 5 Theilen Quecksilber, 15 Th. Zinn, 3 Th. Schwefel und 5 Th. Salmiak gemacht wird. Quecksilber und Zinn verbindet man erst mit einander in einem heißen Tiegel zu einem Amalgam, welches man nach dem Erkalten pulverisirt, durchsiebt und mit den beiden anderen Stoffen vermischt. Das Gemisch wird in einem Kolben im Sandbade erhitzt, wobei das Quecksilber verdampft und die Masse gelb wird. Diese Masse (Musivgold) gibt den Gegenständen ein schönes Ansehen. (Technologiste, durch polytechn. Centralblatt, 1856, S. 574)

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