Titel: Ueber einen Ersatz der Statham'schen Zünder; von Prof. Rud. Böttger.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 140/Miszelle 2 (S. 314)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj140/mi140mi04_2

Ueber einen Ersatz der Statham'schen Zünder; von Prof. Rud. Böttger.

Unter einem Statham'schen Zünder versteht man bekanntlich einen mit geschwefelter Gutta-percha überzogenen Kupferdraht, der an irgend einer Stelle, zur Hälfte seines Ueberzugs heraubt, hier auf etwa 1/4 Zoll durchschnitten, nur noch mit einer ganz dünnen, an der Innenseite des stehengebliebenen Gutta-percha-Ueberzugs befindlichen Schwefelkupferschicht zusammenhängt. Legt man an diese durchschnittene Stelle des Drahts etwas Schießpulver, so läßt sich unter Mitwirkung einer kräftigen Intensitätsbatterie, in Folge des ins lebhafte Glühen gerathenden Schwefelkupfers, das Schießpulver mit Leichtigkeit entzünden.

Da eine solche Vorrichtung indeß nur zur Anstellung eines einzigen Versuchs sich eignet und außerdem auch wohl nicht überall zu haben seyn dürfte, so schlage ich als Ersaß derselben ein aus gleichen Gewichtstheilen fein gepulvertem Schwefelantimon und chlorsaurem Kali bestehendes Gemisch vor, welches an irgend einer Stelle eines durchschnittenen Leitungsdrahts schicklich angebracht, mit der allergrößten Leichtigkeit unter Anwendung einer kaum einen halben Quadratfuß Oberfläche bietenden Leidner Flasche oder mittelst des Ruhmkorff'schen Inductionsapparates sich entzünden läßt, und daher ein weit geeigneteres Mittel zur sicheren Entzündung von Sprengminen und derleichen abgibt, als der Statham'sche Zünder. (A. a. O.)

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