Titel: Ueber Anwendung des Zinkvitriols zum Conserviren der thierischen Substanzen; von Hrn. Strauß-Durckheim.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 140/Miszelle 7 (S. 398–399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj140/mi140mi05_7
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Ueber Anwendung des Zinkvitriols zum Conserviren der thierischen Substanzen; von Hrn. Strauß-Durckheim.

Ich übergebe der (französischen) Akademie der Wissenschaften einen Kopf von dem Hundshai, einer Haifischart, welchen ich seit sechzehn Jahren in einer gesättigten Auflösung von Zinkvitriol conservirt habe. Diese Flüssigkeit, welche ich als ein die Fäulniß verhinderndes Mittel zuerst im J. 1842 in meinem Traité pratique d'Anatomie comparative empfahl, erhält man durch Auflösen von 14 Theilen Zinkvitriol in 10 Theilen Wasser.

Dieses Präparat beweist, daß die mit Wirbelbeinen versehenen thierischen Körper sich im Zinkvitriol sehr gut conserviren, denn der Fisch besitzt anscheinend alle Eigenschaften, sogar den Geruch des frischen Seefisches. Um die conservirende Eigenschaft der erwähnten Lösung auf die Probe zu stellen, ließ ich während der sechzehn Jahre diesen Fischkopf in einem offenen Glase an freier Luft stehen, indem ich von drei zu drei Monaten die verdampfte Flüssigkeit durch zugegossenes gewöhnliches Wasser ersetzte. Ich werde jetzt dieses Präparat dem Austrocknen unterziehen, um es in eine Mumie zu verwandeln, überzeugt, daß es sich in diesem Zustande nicht mehr verändern wird.

Der Zinkvitriol läßt sich einerseits benutzen, um anatomische Präparate, welche zum Seciren bestimmt sind, zu conserviren, und andererseits um thierische Körper, indem man die Lösung in deren Pulsadern einspritzt, in Mumien zu verwandeln. (Comptes rendus, April 1856. Nr. 17.)

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