Titel: Lucimeter, ein Instrument zur Bestimmung der Lichtintensität für Photographen; von Lanet de Limencey und Secretan.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 141/Miszelle 3 (S. 73–74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj141/mi141mi01_3

Lucimeter, ein Instrument zur Bestimmung der Lichtintensität für Photographen; von Lanet de Limencey und Secretan.

Der wesentlichste Theil dieses Instrumentes ist eine kreisförmige Scheibe, welche in eine gewisse Anzahl, z.B. 12 Sectoren, getheilt ist. Der erste Sector besteht aus einem einfachen, eben ausgespannten Papierblatt, der zweite aus zwei, der dritte aus drei Papierdicken u.s.w., der zwölfte also aus zwölf Papierdicken. Die Scheibe wird an dem weiten Ende eines conischen Rohres so befestigt, daß man sie um ihren Mittelpunkt drehen und dadurch successiv jeden ihrer Sectoren vor eine kleine Oeffnung von derselben Gestalt bringen kann, welche in dem Hinteren Ende des Rohres angebracht ist. Will man nun die Intensität eines Lichtes, mag dasselbe direct von einer Lichtquelle kommen oder einen Gegenstand erleuchten, oder von demselben reflectirt werden, bestimmen, so betrachtet man durch das Lucimeter das Licht, um welches es sich handelt, und dreht die Scheibe, so daß nach und nach Sectoren von größerer Papierdicke zwischen das Auge und das Licht treten. Man setzt die Drehung fort, bis man an einen Sector kommt, welcher das Licht nicht mehr durchläßt. Ist dieß z.B. beim achten Sector der Fall, so kann die Intensität des Lichtes mit 8 bezeichnet |74| werden. Natürlich wird auf diesem Wege nur eine ungefähre Bestimmung der Lichtintensität erreicht, und das Instrument hat auch bloß den Zweck, zu bestimmen, ob ein gegebenes Licht genügend intensiv ist, daß man eine gewisse Wirkung damit hervorbringen könne, oder in einem gewissen begränzten Raume den hellsten Theil zu finden u.s.w. (Aus Cosmos, durch polytechn. Centralblatt, 1856, S. 570.)

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