Titel: Künstlicher Meerschaum; von L. Wagenmann.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 141/Miszelle 7 (S. 158–159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj141/mi141mi02_7

Künstlicher Meerschaum; von L. Wagenmann.

Die eigenthümliche Eigenschaft einer Wasserglaslösung, den Kalkmörtel in einen sehr festen hydraulischen Cement zu verwandeln, veranlaßte mich, das Verhalten derselben gegen kohlensaure und gebrannte Magnesia näher zu studiren, da der Gedanke nicht fern lag, auf diese Weise den natürlichen Meerschaum nachzuahmen.

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Die ersten Versuche mit beiden Magnesiaverbindungen fielen indeß nicht günstig aus, da nur sehr viel Wasserglas nach dem Trocknen eine feste Masse lieferte, welche aber durchaus nicht meerschaumähnlich ist, sondern ein mehr porzellanartiges Ansehen annimmt.

Ganz andere Resultate erhielt ich dadurch, daß ich der kohlensauren Magnesia (am besten mit beiläufig 1/8 gebrannter Magnesia gemischt) ein wenig Kalkbrei, aus gebranntem Marmor erzeugt, zusetzte, ehe ich die Wasserglaslösung hinzufügte. Die vorher kurze und bröckliche Masse wurde durch den Kalkzusatz plastisch und leicht formbar, und hinterließ nach freiwilligem, völligem Austrocknen ein dem Meerschaum sehr ähnliches Product, welches in Zukunft leicht Verwendung finden dürfte. (Journal für praktische Chemie, 1856, Nr. 8.)

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