Titel: Ueber Häuserbau mit Mörtel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 141/Miszelle 3 (S. 314)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj141/mi141mi04_3

Ueber Häuserbau mit Mörtel.

Im polytechn. Journal Bd. CXL. S. 101 wurde F. Coignet's Benutzung des geformten und zusammengepreßten Mörtels zum Häuserbau mitgetheilt. Derselbe verwendet eine Mischung von 8 Th. Sand, 1 Th. Lehm, 1 1/2 Th. Kalk und 1 Th. Steinkohlenasche und empfiehlt diese Bauart für Paris, insbesondere aber auch für Festungsmauern, weil die Kugeln in solchen Mauern nicht so leicht Bresche machen, als in denen von natürlichen Steinen. Ob dieser Vorschlag in Frankreich Eingang finden wird, kann nur die nächste Zukunft lehren.

In Deutschland besitzen wir seit längerer Zeit Gebäude aus künstlichem Stein von einer viel einfacheren Zusammensetzung, nämlich aus 12 Th. Sand und 1 Th. Kalk. Von dieser Art sind die auf der Fabrik zu Weißenau bei Nürnberg im Jahr 1846 errichteten Gebäude, über welche nach sechsjährigem Bestehen ein den günstigen Erfolg und deren Vortheile besprechender Bericht von dem Erfinder Hrn. Joh. Carl Leuchs veröffentlicht wurde (polytechn. Journal Bd. CXXI V S. 236). Ausführlich ist diese Bauart, welche der Erfinder namentlich den Eisenbahnverwaltungen empfiehlt, in der in zweiter Auflage erschienenen Schrift beschrieben: Der Bau mit künstlicher Steinmasse. Von J. C. Leuchs. 1856.“

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