Titel: Anwendung des borsauren Manganoxyduls beim Firniß der Buchdruckerschwärze.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 141/Miszelle 6 (S. 317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj141/mi141mi04_6

Anwendung des borsauren Manganoxyduls beim Firniß der Buchdruckerschwärze.

Thomas De la Rue wendet das borsaure Manganoxydul auf folgende Weise zur Verbesserung der Buchdruckerschwärze an, insbesondere damit dieselbe leichter austrocknet: 100 Gewichtstheile der gewöhnlichen Materialien werden mit 1 Gewichtstheil trockenem borsaurem Manganoxydul, als feines Pulver, durch Mahlen innig verbunden. Ehe man die Schwärze anwendet, muß man sie beiläufig einen Monat lang stehen lassen, damit das Mangansalz seine Wirkung auf den Firniß ausüben kann. – Man kann, anstatt auf angegebene Weise zu verfahren, das Mangansalz auch dem Firniß zusetzen; in diesem Falle werden 50–60 Gewichtstheile des Firnisses, nachdem derselbe auf beiläufig 315° Celsius erhitzt worden ist, mit 1 Gewichtstheil des Mangansalzes versetzt und 3–4 Stunden lang gut umgerührt.

Das borsaure Manganoxydul erhält man bekanntlich, wenn man eine kalte Auflösung von salzsaurem Mangan mit einer kalten Auflösung von Borax fällt. Der Niederschlag wird gut ausgewaschen, getrocknet und vor der Anwendung pulverisirt. – Patentirt in England am 24. August 1855. (London Journal of arts, August 1856, S. 80.)

Wir verweisen auf die Versuche, welche von Barruel und Jean, dann von Schubert über die Eigenschaft des borsauren Manganoxyduls, den Oelen den höchsten Grad der Trockenfähigkeit zu ertheilen, angestellt wurden; im polytechn. Journal Bd. CXXVIII S. 374 und Bd. CXXXII S. 77.

Die Redact.

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