Titel: Das Gerben des Klavierhammer-Leders
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 141/Miszelle 7 (S. 317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj141/mi141mi04_7

Das Gerben des Klavierhammer-Leders

wurde lange Zeit als tiefstes Geheimniß betrachtet. Hr. Carl Deninger in Mainz theilt folgendes Verfahren mit. Ein Hirschfell wird, ohne die Narbe von ihm abzustoßen, in Thran gewalkt, in Lauge gewaschen und auf der Narben- oder Haarseite an der Sonne weiß gebleicht. Dann kommt es in eine auf Handwärme abgekühlte Abkochung von Fichtenlohe, worin es so lange verbleibt, bis das Leder, ursprünglich weiß, eine vollständige Lohfarbe angenommen hat, die man beliebig noch dunkler dadurch machen kann, daß man das aus der Lohe kommende Fell in eine schwache laugenhaltige Flüssigkeit taucht und dann ähnlich wie anderes sämischgares Leder fertig stellt. (Bayer. Kunst- und Gewerbeblatt, 1856, S. 252.)

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