Titel: Anwendung des elektrischen Lichtes für den Fischfang; von Sc. Dumoulin.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 141/Miszelle 12 (S. 400)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj141/mi141mi05_12

Anwendung des elektrischen Lichtes für den Fischfang; von Sc. Dumoulin.

In mehreren Ländern wird bekanntlich der Fischfang (namentlich der Fang von Thunfischen, Lachsen etc.) während der Nacht ausgeführt, mittelst Feuern die man am Vordertheil des Kahns anzündet; ich glaube, daß man ohne Vergleich sicherere und vortheilhaftere Resultate erzielen würde, wenn man das Innere des Meeres mit dem elektrischen Licht beleuchtet. Das Verfahren, welches ich vorschlage, besteht in der Anwendung einer Glaskugel, in deren Inneres zwei Leitungsdrähte einer galvanischen Batterie hineinreichen, worin sie mit Kegeln von harter Kohle versehen sind. Diese Drähte sind mit Gutta-percha überzogen. Die Glaskugel ist als Ballast mit einem Schwimmer versehen, um sie nach Belieben in einer gewissen Tiefe des Meerwassers erhalten zu können. Die elektrischen Batterien werden in dem Fischerkahn angebracht; nachdem die Batterie in Thätigkeit ist, schleudert man die Glaskugel auf die gewünschte Entfernung; das Meer wird so in seiner Tiefe und in einem großen Kreise beleuchtet, und durch dieses lebhafte Licht der Fisch in der Nacht angezogen. Andere mit Netzen ausgerüstete Nachen umgeben diesen Kreis, und indem sie auf die Kugel zusteuern, sammeln sie die leicht zu erkennenden Fische. (Comptes rendus, Juli 1856, Nr. 2.)

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