Titel: Feuerfester Anstrich auf Eisen- und Thonöfen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 141/Miszelle 4 (S. 396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj141/mi141mi05_4

Feuerfester Anstrich auf Eisen- und Thonöfen.

Der Maler Karl Mayer und der Ofenfabrikant Karl Uebelen in Stuttgart besaßen ein – nunmehr erloschenes – Erfindungspatent auf folgendes Verfahren.

Der Ofen wird zuerst mit der bekannten Schwärze (Graphit), der etwas weniges gebrannte Terra de Siena beigemischt wird, angestrichen und dann gebürstet, bis er einen schönen Glanz hat. Sodann wird der Farbenanstrich aufgetragen. Als Farben können nur solche dienen, die einen bedeutenden Hitzegrad aushalten können, ohne sich zu verändern, z.B. gebrannter Oker, gebrannte grüne Erde, rothe und violette Eisenoxyde, die besseren Sorten künstliches Ultramarin, achtes Chromroth, Chromgrün, gebrannte Eierschalen, Zinkweiß etc., am besten französisches Bronzepulver. Von letzterem wird, um einem Ofen einen Bronzeanstrich zu geben, etwa ein Fingerhut voll mit einer halben Tasse voll Wasserglas, mit 2 Volumtheilen destillirten Wassers verdünnt, angerührt; das rechte Verhältniß für die Mischung findet man durch die Erfahrung. Mit dieser Mischung, die fleißigen Umrührens bedarf, wird der Ofen überstrichen, während er so stark erhitzt ist, daß die Flüssigkeit augenblicklich verdampft; sie darf während des Aufstreichens leicht zischen.

Das Aufstreichen geschieht zu wiederholtenmalen, bis die Farbe intensiv genug ist, worauf der Ofen sogleich zum Gebrauch geheizt werden kann. (Württemberg. Gewerbeblatt, 1856, Nr. 32.)

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