Titel: Lupinensamen als Kaffeesurrogat.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 141/Miszelle 11 (S. 467–468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj141/mi141mi06_11

Lupinensamen als Kaffeesurrogat.

Dieses Surrogat wird nach Prof. Fleischer zu Hohenheim im Montafuner Thal angewendet. Er berichtet, daß dort eine Lupinenart ziemlich häufig zu diesem Zwecke gebaut werde; einige in Hohenheim ausgesäete Samen zeigten, daß es Lupinus linifolius Roth sey. 80 Stück Samen (ein Loth) wurden mit 1/2 Schoppen siedenden Wassers infundirt und ein Getränke erhalten, dessen Geruch von Vielen für Kaffee genommen wurde; der Geschmack war ziemlich kaffeeähnlich, nur bitterlicher als Kaffee. Die Lupinen enthalten ein nicht unangenehm schmeckendes, bitterliches Princip, das, verbunden mit den brenzlichen Verbindungen die sich durch Röstung |468| erzeugen, zu einem magenstärkenden, gelinde reizenden Mittel wird, und als solches (nach Dr. Fleischer's Meinung) bessere Dienste thun würde, als andere Kaffeesurrogate. (Württemberg. Wochenblatt für Land- und Forstwirtschaft, 1856.)

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