Titel: Wermuth als Mittel zur Verhütung des Kornwurms.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 141/Miszelle 13 (S. 468)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj141/mi141mi06_13

Wermuth als Mittel zur Verhütung des Kornwurms.

Dr. Lenger nahm wahr, daß in gewissen Gegenden Luxemburgs, wo die Sitte herrscht, am Mariahimmelfahrtstag gewisse aromatische Kräuter, Wermuth, Beifuß, Salbei, Raute. Kamille u.s.w. in der Kirche weihen zu lassen und aus den Estrich zu hängen, der Kornwurm nicht vorkommt, während dicht daneben in französischen Bezirken derselbe große Verheerungen anrichtet. Er erzählt, es sey ihm gelungen, aus einem großen von Kornwürmern reichlich heimgesuchten Getreidehaufen die Thiere in sechs Stunden ganz vertrieben zu haben, so daß die Wände der Fruchtkammer ganz damit überzogen erschienen, und dieß durch das einfache Mittel, daß er einige Wermuthzweige in den Getreidehaufen steckte. Daß Holztheer, Kampher, Hanfblüthen schon lange Zeit zu dem gleichen Zweck angewandt worden, ist bekannt, doch geht ihre Wirkung schneller verloren. Lenger meint, dieß einfache und kostenlose Mittel sey der allgemeinsten Verbreitung werth. (Aus Génie industr., durch die schweizerische polytechnische Zeitschrift, 1856, S. 92.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: