Titel: Gewinnung des phosphorsauren Kalks aus dem zur Knochenleim-Fabrication benutzten Sauerwasser; von A. Chevallier.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 141/Miszelle 9 (S. 467)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj141/mi141mi06_9

Gewinnung des phosphorsauren Kalks aus dem zur Knochenleim-Fabrication benutzten Sauerwasser; von A. Chevallier.

Zur Knochenleimfabrication werden die Knochen bekanntlich in verdünnter Salzsäure eingeweicht, welche den phosphorsauren und kohlensauren Kalk auflöst, während der Knorpel zurückbleibt und die Form der Knochen beibehält; letzterer wird gewaschen und hierauf mit Wasser gekocht, um den Leim auszuziehen.

Das verwendete Sauerwasser enthält den phosphorsauren Kalk nebst salzsaurem Kalk auflöst. Man gießt in diese Flüssigkeit, wenn sie auf die Knochen nicht mehr einwirken kann, Kalkmilch (gelöschten und mit Wasser angerührten Kalk), um die zurückgebliebene Säure zu sättigen und den phosphorsauren Kalk auszufällen; man läßt absetzen, decantirt, wascht den phosphorsauren Kalk und sammelt ihn auf einem Leinenzeug, wo er abtropft und trocknet. Dieser phosphorsaure Kalk kann dann dem Dünger beigemengt werden. – Das beschriebene Verfahren wird in der Knochenleimfabrik des Hrn. Beau zu Nanterre angewendet. (Journal de Chimie médicale, Mai 1856, S. 295)

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