Titel: Jobson's Verfertigung der Formen zum Gießen eiserner Kugeln.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 142, Nr. XCVI. (S. 418–419)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj142/ar142096

XCVI. Verfertigung der Formen zum Gießen eiserner Kugeln; von Rob. Jobson auf den Holly Hall-Werken bei Dudley, und John Jobson auf den Litchurch-Werken bei Derby.

Aus dem Repertory of Patent-Inventions, März 1856, S. 193.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

Die Erfinder verfertigen Formen zu Kugeln nach folgendem Verfahren, welches sie sich am 15. Mai 1855 patentiren ließen: Eine Anzahl von Kugelmodellen wird in Löcher in einer Platte eingelegt, deren Dicke gleich dem halben Durchmesser der Kugel ist und die auf eine andere flache Metallplatte gelegt wird, wie Fig. 7 im Durchschnitt zeigt.

A, A, A ist eine Reihe von losen oder getrennten Modellen, welche in cylindrische Oeffnungen in der Platte B passen, die auf der Platte C liegt. Es tritt daher die Hälfte jedes Modelles über die Platte vor. Ein Formkasten D ist auf die Platte B gesetzt und in denselben wird auf gewöhnliche Weise Sand eingedämmt, so daß die Form E entsteht. Der Formkasten D, E und die Platte B werden dann ein wenig gehoben, wie Fig. 8 zeigt, so daß die Form von den Modellen etwas abgezogen wird, |419| worauf man den Formkasten gänzlich abhebt, wie Fig. 9 zeigt. Die Modelle werden durch die durchlöcherte Platte B in ihrer Stellung erhalten; diese wird dann wieder in ihre frühere Lage niedergedrückt, dann ein zweiter Formkasten eingedämmt u.s.f. Auf diese Weise wird eine Reihe von Formhälften oder Unterkasten eingedämmt.

Die zweite Reihe, oder die der Oberkasten, wird auf folgende Weise eingedämmt: – Die Platte B und die Modelle A werden mit einer andern Platte C' bedeckt, wie Fig. 10 zeigt; dann wird das Ganze umgedreht und die Platte C abgehoben. Die Modelle bleiben auf diese Weise auf der Platte C' zurück und werden durch die Platte B in ihrer Stellung erhalten; auf diese Weise kommt die untere Seite nach oben, wie Fig. 11 zeigt. Es wird nun die zweite Reihe der Formhälften in die Oberkasten, ganz auf dieselbe Weise wie die erste, eingedämmt, und dann werden die Oberkasten auf die Unterkasten gesetzt, worauf die Formen zum Abguß fertig sind, wie Fig. 12 zeigt. Die Eingüsse werden während des Eindämmens vorgerichtet. Die Formkastentheile müssen alle genau zusammenpassen und auch mit der Platte B; letztere ist auf beiden Seiten mittelst der Hobelmaschine abgerichtet. Die Platten C und C' sind auf der oberen Fläche behobelt.

Die gelochte Platte B kann so dick seyn, wie der Kugelhalbmesser, was bereits bemerkt wurde; oder man kann eine dünnere Platte anwenden, unter der man jedoch solche Unterlagen anbringt, daß ihre obere Fläche in einer Ebene mit der Mitte der Kugeln liegt, während dieselben eingedämmt werden, wie bei P, Fig. 13, gezeigt ist. Statt die Platte B oder P auf beiden Seiten zu behobeln und sie zum Eindämmen beider Formhälften zu gebrauchen, kann man auch zwei solcher Platten anwenden, von denen jede nur auf einer Seite abgerichtet ist. Diese beiden Platten werden mit ihren behobelten Oberflächen auf einander befestigt, und die Oeffnungen zur Aufnahme der Modelle dann durch beide Platten gebohrt, damit sie genau übereinander passen. Nachdem eine Reihe von Formhälften auf der einen Platte P, Fig. 13, eingedämmt worden ist, werden eine zweite Platte P' und eine Platte C' auf die Platte P und die Modelle A gelegt, wie Fig. 14 zeigt. Das Ganze wird alsdann gewendet und die Platten C und P werden weggenommen. Die zweite Reihe von Formhälften wird nun auf der Platte P' eingeformt und es bleiben die Modelle auf der Platte C' liegen.

Bei Anwendung der Platten B und P, oder der doppelten Platten P, P' können mehrere Kugeln zusammen so eingedämmt werden, daß die beiden Formhälften genau zusammenpassen.

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