Titel: Die Fabrication einer Bierwürze in fester Form, Getreidestein genannt,
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 142/Miszelle 5 (S. 75)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj142/mi142mi01_5

Die Fabrication einer Bierwürze in fester Form, Getreidestein genannt,

war Th. Aulhorn in Dresden für das Königreich Württemberg patentirt. Nachdem das Patent erloschen ist, veröffentlichen wir die Beschreibung. Der Getreidestein13), eine harte gelblichbraune Masse mit muschligem Bruch, wird aus gemalztem und ungemalztem Getreide, je etwa zur Hälfte, bereitet. Man schrotet das Malz und Getreide fein und bringt es auf nassem Wege durch die bekannten verschiedenen Mittel zur Zuckerbildung. Ist dieser Proceß vorüber, so läßt man die Flüssigkeit vom Malz- und Getreideschrot ablaufen, dickt sie mittelst freien Feuers, Dampf oder Luft ein und knetet die halbdicke Masse so lange durch, bis sie steif wird und davon abgezogene Fäden glasartig springen. Sofort wird das Product in Kisten oder Fässer verpackt und kann als fertiger Handelsartikel versendet, auch bei guter Verpackung Jahre lang unverändert aufbewahrt werden. Will man den Getreidestein zur Viererzeugung verwenden, so wird Hopfen in extrahirtem oder rohem Zustande entweder während der Fabrication oder erst bei der Verwendung zugesetzt. Der Getreidestein soll hauptsächlich Exportartikel nach heißen Gegenden werden, um dort leicht ein bierartiges Getränke daraus herstellen zu können. (Württemb. Gewerbeblatt, 1856, Nr. 39.)

|75|

Man s. darüber polytechn. Journal, 1853, Bd. CXXVII S. 236.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: