Titel: Dumoulin's Profilograph.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 142/Miszelle 2 (S. 393)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj142/mi142mi05_2

Dumoulin's Profilograph.

Derselbe besteht aus einem kleinen auf zwei Rädern ruhenden Wagen, deren Bewegungsrichtungen ganz gleich sind und nach Willkür unveränderlich gemacht werden können, damit in den meisten Fällen die Maschine nicht von der geraden Linie abweichen kann. Dieser Wagen trägt die eigentliche Maschine, bedeckt mit einer Tafel, auf der sich ein Bogen Papier von gleicher Länge entrollt, der dazu bestimmt ist, nach einem gegebenen Maaßstabe die Figur des Profils der durchlaufenen Fläche aufzunehmen. Die Zeichnung wird bewerkstelligt durch einen beweglichen Stiel oder Griffel, der auf dem Meßtischchen angebracht ist und sich senkrecht auf dem Papier bewegt. Die Bewegung wird dem ganzen System mitgetheilt durch eines der Wagenräder, und zwar durch das hintere, durch Vermittelung einer Galle'schen Kette. Das Rad thut den Dienst eines Kettenziehers (chaineur), indem es seinen Umfang durch die Berührung auf dem zu nivellirenden Terrain sichtbar macht. Unter der Maschine ist eine mit einer großen Metallkugel versehene Eisenstange angebracht, ein Pendel; steigt nun der Wagen, oder fällt er, oder steht er in der Ebene, der Pendel bleibt senkrecht. Die verschiedenen und veränderlichen Neigungen der Maschine bewirken also durch den Zusammenhang mit dem Pendel, je nachdem die Maschine sich hebt oder senkt, winklige Schwingungen, bald positiv, bald negativ. Indem diese winkligen Schwingungen durch specielle vermittelnde Theile der Maschine in geeigneter Weise aufgefaßt worden, bestimmen sie das trigonometrische Gesetz der gegenseitigen senkrechten Bewegungen des Papiers und des Stifts. Die Spur des letzteren ist also die Resultirende, d.h. wie das Papier stets bestimmt vorwärts rückt, so steigt der Stift wenn die Maschine steigt, und fällt wenn die Maschine sich senkt.

Die Thätigkeit des Profilographs ist eine sehr einfache. Ein Mann zieht auf einer gegebenen Linie den Wagen. Der Beobachter oder Nivelleur, der ihn begleitet, hält an jedem Absteckpfahl oder zu bestimmenden Punkt, liest auf einem der Zähler die Angabe der Länge, schreibt sie auf, zeichnet eine senkrechte Linie und notirt hier die Ziffer des Nivellements, welche er nun auf den zweiten Zähler nimmt. Beim Uebergange eines Flusses markirt man einen Anhaltspunkt, mißt die Breite und Tiefe des Wasserstromes durch eines der gewöhnlichen Mittel und setzt den Weg mit der Maschine fort, sobald man das andere Ufer erreicht hat. So wird das Nivellement gemacht und was mehr ist, es ist berichtigt, d.h. gezeichnet vermittelst der Abscissen und der Ordinaten. (Organ für die Fortschritte des Eisenbahnwesens, 1856. Heft 1 S. 3.)

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