Titel: Verfertigung von Gefäßen etc. aus Glasbrocken, nach Henry Chance.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 142/Miszelle 4 (S. 394)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj142/mi142mi05_4

Verfertigung von Gefäßen etc. aus Glasbrocken, nach Henry Chance.

Glasbrocken, namentlich die Abfälle von der Fabrication des Fensterglases, kann man nach Chance in folgender Weise verarbeiten: das Glas wird gemahlen und im pulverförmigen Zustande entweder für sich allein oder mit Zusatz von Sand oder anderen geeigneten Stoffen verwendet. Ein geeignetes Verhältnis ist 3 Theile gemahlenes Glas auf 1 Theil Sand. Das Glaspulver oder das Gemenge desselben mit Sand wird mit so viel Wasser angemacht, daß die Theile zusammenhaften, wenn die Masse zusammengedrückt wird, und sodann in eine Form von Holz, Metall u.s.w. gepreßt, so daß die Masse die Gestalt des Gegenstandes erhält, den man erzeugen will. Die Form, welche nach Umständen aus mehreren Stücken bestehen muß, wird nachher von dem geformten Gegenstande abgenommen und dieser in einem geeigneten Ofen bei gelinder Hitze getrocknet. Wenn er ganz trocken ist, wird er mit Sand umgeben, um die Hitze zu reguliren, und die Theile, die sonst beim Brennen nachgeben möchten, zu unterstützen. Der Ofen wird dann so weit erhitzt, daß das Glaspulver zum anfangenden Schmelzen kommt und dadurch eine compacte Masse bildet. – Patentirt für England am 29. Januar 1856. (Repertory of Patent-Inventions, Septbr. 1856, S. 234, durch polytechnisches Centralblatt S. 1338.)

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