Titel: Das Raffiniren des Schwefels; nach Déjardin und Court in Marseille.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 142/Miszelle 7 (S. 395)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj142/mi142mi05_7

Das Raffiniren des Schwefels; nach Déjardin und Court in Marseille.

Der Ofen ist ein Reverberirofen, die Sohle desselben ist aus einer linsenförmigen Retorte gebildet, die aus einem einzigen gußeisernen Stück besteht und etwas tiefer als die Feuerbrücke liegt. Die Flamme und Hitze von dem auf dem Rost brennenden Brennmaterial ziehen über den obern Theil der Retorte und erwärmen sie, so daß auf diese Art die Oberfläche des Schwefels leicht flüssig und auf der Verdampfungstemperatur erhalten wird, während dazu viel mehr Brennstoff nöthig wäre, wenn man von unten erhitzen würde. Es führt ein Feuerzug die Flamme, nachdem sie den obern Theil erhitzt hat, unter den untern der Retorte, wo ihre Hitze zum Schmelzenerhalten des Schwefels noch gut hinreicht, von da steigt sie senkrecht aufwärts und umspült einige Kessel, in welchen Schwefel zum Nachfüllen flüssigen Schwefels in der Retorte schmelzend erhalten wird. Aus diesen Kesseln fließt der Schwefel durch ein Rohr und Tubulus in die Retorte. Der Hals der Retorte mündet in die Condensationskammer, kann aber ganz abgeschlossen werden, damit beim Oeffnen der Kammer nicht Luft in dieselbe eindringe. Unsere Quelle gibt keine Zeichnung zu dieser Beschreibung. (A. a. O.)

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