Titel: Anfertigung der sogenannten Antiphosphorfeuerzeuge.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 142/Miszelle 9 (S. 396)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj142/mi142mi05_9

Anfertigung der sogenannten Antiphosphorfeuerzeuge.

Wie Hr. Prof. Dr. R. Wagner in seinem Jahresbericht über die Fortschritte der chemischen Technologie (daraus im polytechn. Journal Bd. CXLI S. 453) bemerkt, wurden in der letzten Zeit von Nürnberg aus sogenannte Antiphosphorfeuerzeuge verschickt, bei denen sich amorpher Phosphor nicht in der Zündmasse der Hölzchen befindet, sondern mit Sand und Metalloxyden gemischt auf diejenige Fläche aufgetragen, auf welche das Hölzchen, dessen Ende mit der Masse der ehemals üblichen Tauchhölzchen überzogen ist, gerieben werden sol. Diese Feuerzeuge bestehen demnach aus zwei Theilen, dem Streichhölzchen, das für sich allein zum Feuermachen unbrauchbar ist, und der mit amorphem Phosphor präparirten Streichfläche.

Folgendes Verfahren zur Anfertigung dieser Feuerzeuge ließ sich Francis May am 15. August 1855 als Mittheilung für England patentiren: man taucht die Hölzchen zuerst in gewöhnlicher Weise mit ihren Enden in geschmolzenen Schwefel, Stearin, Wachs etc., und hernach in eine Mischung, welche aus 6 Thln. chlorsaurem Kali und 2–3 Theilen Schwefelantimon besteht, die man mit einer Auflösung von 1 Theil Leim in warmem Wasser vermischt hat. Die Masse für die Reibfläche besteht aus 10 Theilen amorphem Phosphor und 8 Theilen Braunstein oder Schwefelantimon, mit einer Lösung von 3–6 Theilen Leim vermischt; mit dieser Mischung wird gewöhnlich eine äußere Fläche der Büchse, welche die Zündhölzer enthalten soll, mittelst eines Pinsels überzogen, worauf man sie trocknen läßt, (Repertory of Patent-Inventions, März 1856, S. 217.)

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