Titel: Unterscheidung der ächt und der unächt versilberten Waaren.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1856, Band 142/Miszelle 4 (S. 448–449)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj142/mi142mi06_4
|449|

Unterscheidung der ächt und der unächt versilberten Waaren.

Der österreichische Zolltarif setzt für die ächt versilberten Waaren einen höheren Einfuhrzoll fest, als für die unächt versilberten, und es gehören zu jenen Waaren alle diejenigen, die auch nur eine ganz dünne Schichte ächten Silbers haben. Zur leichteren Unterscheidung der ächt und der unächt versilberten Waaren für jene Fälle, wo die Ueberzeugung vorliegt daß Quecksilber an der Oberfläche der Waare nicht vorhanden ist, wurde den Zollämtern folgendes Verfahren an die Hand gegeben: Man bringt mittelst eines Glasstabes einen Tropfen einer frisch bereiteten Schwefelleberauflösung auf die Oberfläche des zu prüfenden Gegenstandes, welcher Tropfen nach einer halben Minute durch Abspülen mit Wasser oder durch Eintauchen des Gegenstandes ins Wasser entfernt wird. Ist der Gegenstand von Silber oder ist er noch so oberflächlich versilbert, so wird augenblicklich ein dunkler, schwärzlicher Fleck sichtbar. Besteht dagegen die zu untersuchende Oberfläche aus einem anderen silberähnlichen Metalle, wie Zinn, Nickel, Packfong etc. (mit Ausschluß des Quecksilbers, Zinn-Amalgams etc.), so tritt nicht die geringste Reaction ein. In zweifelhaften Fällen, zu deren Entscheidung dieses Verfahren nicht hinreicht, hat jedoch das Zollamt bei dem Hauptmünzprobiramt in Wien eine genaue technische Prüfung zu veranlassen. (Austria, Bd. III. S. 573.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: