Titel: Ueber die Anwendung des Amylens als anästhesirendes Mittel; von Dr. Giraldes.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1857, Band 144/Miszelle 5 (S. 78–79)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj144/mi144mi01_5
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Ueber die Anwendung des Amylens als anästhesirendes Mittel; von Dr. Giraldes.

Nach den Versuchen welche in einem Londoner Hospital von Dr. John Snow gemacht worden sind, nahm ich keinen Anstand, dieses neue Agens in einem Falle zu probiren, wo die Anästhesie angewendet werden mußte Seit dem 24. Januar habe ich mich desselben anstatt des Chloroforms im Hospital der Findelkinder und Waisen zu Paris bei 25 Kindern verschiedenen Alters bedient; aus meinen Beobachtungen glaube ich folgende Schlüsse ziehen zu können: 1) das Amylen läßt sich leichter, mit mehr Ruhe und weniger Anstrengung einathmen, als das Chloroform; 2) die Anästhesie tritt sehr rasch ein; 3) der anästhesische Schlaf ist ruhiger, natürlicher, ohne Schnarchen; 4) die anästhesirten Kranken kommen schnell in den Normalzustand zurück; 5) das Einathmen des Amylens verursacht weder Ekel, noch Brechen, noch Congestionen gegen den Kopf; 6) die Kranken leiden nicht; nach der Anästhesie bekommen sie wieder ihre Munterkeit. Wenn weitere Versuche diese Beobachtungen bestätigen, kann das Amylen mit großem Vortheil das Chloroform ersetzen. (Comptes rendus, März 1857, Nr. 9.)

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