Titel: Ueber das zweifach-chromsaure Kupferoxyd; von Franz Dröge.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1857, Band 144/Miszelle 3 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj144/mi144mi02_3

Ueber das zweifach-chromsaure Kupferoxyd; von Franz Dröge.

Uebergießt man Kupferoxydhydrat mit einer nach Fritzsche's Methode bereiteten concentrirten Lösung von Chromsäure, so erhält man eine braune Lösung, worin sich ein braunes Pulver, wahrscheinlich viertel-chromsaures Kupferoxyd, absetzt. Filtrirt man durch Asbest und stellt die Lösung über Schwefelsäure unter die Glocke, so scheiden sich grüne Krystalle aus und die davon abgegossene Lauge ist von Schwefelsäure frei. Bei weiterem Eindunsten über Schwefelsäure bedeckt sich diese Lösung mit einer Krystallhaut, die aus sehr schönen Krystallen von 2–3 Millimet. Länge und braunschwarzer Farbe besteht. Durch Umkrystallisiren erhielt man das Salz rein, es ist das:

Zweifach-chromsaure Kupferoxyd, CuO, 2 CrO₃, 2 HO und bildet braunschwarze Krystalle, die sich in Wasser sehr leicht lösen und an der Luft zu einem Syrup zerfließen; in Alkohol lösen sie sich ebenfalls, in Ammoniak mit grüner Farbe.

Beim Kochen der wässerigen Lösung entsteht viel von dem braunen unlöslichen Salze; bei 100° C. entweicht alles Wasser, beim Glühen zersetzt sich die Verbindung Sauerstoff entweicht, Kupferoxyd und Chromoxyd bleiben zurück. Die Analyse gab:

CuO 25,34 25,02 1 = 39,68 24,9
Cr₂O₃ 63,74 63,86 2 = 101,56 63,8
HO 10,66 11,12 2 = 18,00 11,3
––––––––––––––––––––––––––––––––––
100,00 100,00 159,54 100,0.

(Annalen der Chemie und Pharmacie Bd. CI S. 39.)

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