Titel: Darstellung von Rhodankalium auf nassem Wege.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1857, Band 144/Miszelle 4 (S. 158–159)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj144/mi144mi02_4
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Darstellung von Rhodankalium auf nassem Wege.

Kocht man eine Auflösung von Ferridcyankalium (rothem Blutlaugensalz) in Wasser mit einem Ueberschusse von unterschwefligsaurem Natron, so entfärbt sich die rothbraune Lösung des erstern unter Abscheidung von schwarzem Schwefeleisen, gemengt mit etwas Schwefel des sich in der anhaltenden Kochhitze theilweise mit zersetzenden überschüssigen unterschwefligsauren Natrons und liefert ein schwach gelblich gefärbtes Filtrat, welches Rhodankalium, Ferrocyankalium nebst schwefelsaurem und unterschwefligsaurem Natron und geringe Mengen von Schwefelnatrium enthält. Durch Eindampfen der Lösung im Wasserbade, Behandeln des trockenen Rückstandes mit Alkohol, läßt sich das Rhodankalium aus der trockenen Masse ausziehen und gewinnen, während die übrigen Salze ungelöst zurückbleiben. Auf diese Weise läßt sich eine Auflösung von Rhodankalium als Reagens auf Eisenoxyd leicht, wenn auch nicht in großer Menge, auf nassem Wege darstellen. Dr. Julius Löwe. (Jahresbericht des physikalischen Vereins zu Frankfurt a. M. für 1855–1856.)

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