Titel: Ueber das Amylen als anästhesirendes Mittel.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1857, Band 144/Miszelle 6 (S. 239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj144/mi144mi03_6

Ueber das Amylen als anästhesirendes Mittel.

In dem Artikel über das Amylen im vorletzten Heft dieses Journals S. 73 habe ich gesagt: das Amylen kann ohne alle Gefahr eingeathmet werden; es sollte jedoch heißen „das Amylen konnte bisher ohne alle Gefahr eingeathmet werden“, wie es auch der Eingang jenes Artikels andeutet Dr. Snow in London, welcher das Amylen in die ärztliche Praxis einführte (die Chemiker Prof. Balard und Cahours sind die Entdecker desselben), bemerkte in seiner ersten Veröffentlichung, daß er dasselbe bisher ohne Gefahr angewendet habe und bei Anwendung der gehörigen Vorsicht sey es höchst wahrscheinlich, daß dasselbe keinen üblen Ausgang verursache. Letztere Meinung ist kürzlich scheinbar zu nicht geworden, da in einem Falle, wo Dr. Snow selbst das Amylen administrirte, während Dr. Ferguson die Operation vornahm, das Amylen einen traurigen Ausgang verursachte. Es zeigte sich jedoch bei näherer Untersuchung, daß der Leidende einen Herzfehler hatte, Dr. Snow und andere englische Aerzte wenden das Amylen fortwährend an

Heinrich v. Sicherer.

London, den 10. Mai 1857.

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