Titel: Masse für Kesselstein-Auflösung.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1857, Band 144/Miszelle 2 (S. 389)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj144/mi144mi05_2

Masse für Kesselstein-Auflösung.

Es sind in jüngster Zeit mehrfache Anfragen bezüglich der besten Masse zum Auflösen des Kesselsteines an uns gelangt Wir sind durch die Liberalität der Maschineninspection der Donau-Dampfschifffahrts-Gesellschaft in Pesth in den Stand gesetzt, mitzutheilen, daß man sich bei allen Dampfkesseln der Gesellschaft des natürlichen gelben Pechs zur Auflösung des Kesselsteines bedient, und zugleich nachfolgend die von Hrn. Maschinen-Inspector Caspar Rutti eingesandte Gebrauchs-Anweisung zu veröffentlichen.

Nach dieser wird auf je 10 Pferdekräfte 1/2 Pfd. dieser Masse, welche gröblich zerstoßen, zur Zeit der eingestellten Arbeit nach geschehenem Abblasen des Dampfes durch das obere Mannloch des Kessels in das noch heiße Wasser hineingeworfen, die Oeffnung wieder geschlossen, das Feuer vermindert, zurückgestoßen und noch einige, wenn möglich bis 6 Stunden brennend gelassen, damit bei geschlossenen Sicherheits-Ventilen der Dampf seine halbe Spannung wieder erhält, ohne die Maschine in Bewegung zu setzen.

Durch diese im siedenden Wasser entstandene Auflösung des gelben Pechs bildet sich eine fette Säure, welche den Kesselstein derart erweicht, daß dieser theils als Schlamm, theils in Stücken abgelöst zu Boden fällt, und die Kesselflächen gleichzeitig mit einen rostverhindernden fetten Anstrich versieht.

In geeigneter Zeit werden dann die Feuer ausgelöscht, das ganze Wasser abgelassen, und die untern Mannlöcher geöffnet, mittelst geeigneten Instrumenten der am Boden liegende Kesselstein entfernt, und wie üblich alle inneren Räume gesäubert. (Stamm's neueste Erfindungen, 1857, Nr. 23.)

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