Titel: Bronziren von Zinkgußgegenständen.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 147/Miszelle 6 (S. 236–237)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj147/mi147mi03_6

Bronziren von Zinkgußgegenständen.

Im Musterlager der k. Centralstelle für Gewerbe und Handel in Stuttgart befinden sich verschiedene Pariser Zinkgußgegenstände, die zum Theil bronzirt, zum Theil versilbert oder vergoldet sind.

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Die bronzirten Gegenstände sind hauptsächlich zweierlei Art; die einen haben eine dunkelrothbraune Farbe, die anderen das grünliche Aussehen (die Patine) der eigentlichen Bronze. Bei näherer Besichtigung der bronzirten Zinkgußwaaren findet man, daß dieselben zuerst galvanisch vermessingt oder verkupfert sind, und erst dann dem Bronziren unterworfen wurden.

Die dunkelbraune Bronze wird erhalten, wenn man die Messing- oder Kupferoberfläche mit verdünnter Salpetersäure blank beizt, dann mit einem Gemenge von 3 Theilen Eisenroth und 2 Theilen Graphit, mit Weingeist zu einem Brei angerührt, überstreicht. Nach 24 Stunden wird der Ueberzug abgebürstet und die Oberfläche ist bronzirt, und um so dunkler, je mehr Graphit im Verhältniß zum Eisenroth genommen wurde.

Das mehr der eigentlichen Bronze ähnliche Aussehen wird den blanken verkupferten oder vermessingten Gegenständen gegeben durch Betupfen mit einer weichen Bürste oder einem Leinwandlappen, welche in eine Lösung von 2 Loth Salmiak, 1/2 Loth Sauerkleesalz in 1–1 1/2 Maaß Essig getaucht werden; diese Operation wird so oft wiederholt, bis der Gegenstand eine dunkle Bronzefärbung angenommen hat. Die Gegenstände können zuletzt noch mit einem Firniß überzogen werden.

Die versilberten Zinkgußwaaren sind zum Theil dunkelbraungrau, fast schwarz gefärbt. Diese dunkle Färbung des Silbers erhält man durch Bestreichen desselben mit einer verdünnten Lösung von Schwefelkalium in Wasser, oder auch durch einfaches Einreiben von Graphit. (Württembergisches Gewerbeblatt, 1857, Nr. 6.)

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