Titel: Ueber Paraffinkerzen-Fabrication; vom Ingenieur P. Wagenmann.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 147/Miszelle 7 (S. 464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj147/mi147mi06_7

Ueber Paraffinkerzen-Fabrication; vom Ingenieur P. Wagenmann.

Ich habe in einem früheren Aufsatz (polytechn. Journal CXXXV S. 138) die Darstellung eines reinen Paraffins deutlich beschrieben, fand mich aber kürzlich, nachdem ich wiederholt hörte, daß die käuflichen Lichter weich und biegsam seyen, veranlaßt Proben von verschiedenen Seiten kommen zu lassen.

Sowohl Lichter wie Tafeln gaben nach einiger Zeit an das Papier, worin sie lagen, Oel ab, und so stellte sich klar heraus, daß jedenfalls die Pressung bei weitem nicht scharf genug war, leider werden solche Uebelstände die Paraffinkerzen beim Publicum in Mißcredit bringen, obgleich das Paraffin, wenn es rein, das unübertrefflichste Kerzen-Material bildet.

Die verschiedenen Lichter zeigten einen Schmelzpunkt, der zwischen 44 1/2° C. und 47 1/2° schwankte. In meinem Etablissement lasse ich bloß Tafeln machen, und zwar haben meine Prima-Tafeln einen Schmelzpunkt von 53° C. Lichter davon halten natürlich jede Zimmerwärme aus, und ich wünsche im allgemeinen Interesse, daß die Herren Producenten doch den Schmelzpunkt berücksichtigen, resp darauf hinarbeiten möchten, daß derselbe wenigstens 50° C. beträgt.

Neuwied, den 23. März 1858.

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