Titel: Die Prüfung der Gasbeleuchtungs-Einrichtungen hinsichtlich ihrer luftdichten Beschaffenheit.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 148/Miszelle 1 (S. 74)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj148/mi148mi01_1

Die Prüfung der Gasbeleuchtungs-Einrichtungen hinsichtlich ihrer luftdichten Beschaffenheit.

Die luftdichte Beschaffenheit der Röhren für Gasbeleuchtung wird in der Regel durch Vorbeiführen eines brennenden Lichts erprobt. Wenn die Röhren durch Decken etc. gehen, ist dieses Mittel nicht anwendbar oder jedenfalls insoferne gefährlich, als sich in dem Raume der Decke möglicherweise Knallgas gebildet hat, welches explodirt, wenn ein Licht an der Oeffnung vorbeigeführt wird. Ein solcher Fall ist unlängst vorgekommen.

Es empfiehlt sich daher eine andere Probe, welche dadurch vorgenommen werden kann, daß man den Haupthahnen öffnet, die Hahnen an den einzelnen Brennern aber geschlossen werden Wenn bei solchem Verschlusse aller Brenner der Compteur doch noch einen Abgang von Gas zeigt, so ist das Vorhandenseyn eines Mangels an den Röhren außer Zweifel. Wird dieser Mangel an der offen liegenden Leitung nicht gefunden, ist er also an den durch die Decken führenden Röhren, so müssen diese herausgenommen werden. Es ist daher auch zweckmäßig, die Leitung so zu legen, daß die gelötheten Stellen oder sonstigen Verbindungen, an welchen der Verschluß eher mangelhaft seyn kann, nicht in die Decken zu liegen kommen.

Als selbstverständlich sollte angenommen werden, daß keine Einrichtung benützt wird, außer sie sey durch vorausgegangene Proben als schadlos erkannt worden, da im Unterlassungsfalle nicht nur directe Nachtheile, sondern auch schwere Polizeistrafen riscirt werden. (Württembergisches Gewerbeblatt, 1858 Nr. 11.)

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