Titel: Anwendung des Wasserdampfes zum Vereinigen der Gutta-percha mit Asphalt; von Ch. Goodyear.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 148/Miszelle 4 (S. 158)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj148/mi148mi02_4

Anwendung des Wasserdampfes zum Vereinigen der Gutta-percha mit Asphalt; von Ch. Goodyear.

Um die Vereinigung der Gutta-percha und des Asphalts zu bewirken, hat man bisher Misch- oder Knetmaschinen angewendet, man suchte sie also so innig als möglich durch mechanische Kraft zu mischen; hat man bei diesen Maschinen auch die Wärme benutzt, so geschah es doch nie in der Art, daß die Substanzen flüssig genug werden konnten, um leicht zu fließen. Hr. Goodyear hat nun gefunden, daß es zur Verfertigung von Artikeln aus Gutta-percha und Asphalt (diese Substanzen mögen mit anderen gemischt seyn oder nicht) sehr vortheilhaft ist, sie so stark zu erhitzen, daß sie ziemlich flüssig werden; es ist übrigens vorzuziehen, sie zusammen zu schmelzen, statt sie getrennt zu verflüssigen und nachher zu mischen. Am besten verwendet man zu diesem Zweck heißes Wasser, um jede Verkohlung der Substanzen zu vermeiden. Man bringt nämlich die grob zertheilten Substanzen in ein geschlossenes Gefäß, setzt eine gewisse Menge Wasser zu. und erhöht die Temperatur so weit daß der Asphalt und die Gutta-percha zum Schmelzen kommen. Nachdem diese Substanzen geschmolzen sind, rührt man sie gut um, so daß sie innig gemischt werden; man braucht nur wenig Wasser anzuwenden, weil dasselbe bloß den Zweck hat ein ungleichförmiges Erhitzen der Substanzen zu verhindern. Sind einmal die Gutta-percha und der Asphalt nach diesem Verfahren im flüssigen Zustande gut gemischt worden, so kann man sie dann nach der gewöhnlichen Methode mit Schwefel oder Kautschuk verbinden; wenn ihnen aber Bleioxyde beigemengt werden müssen, so ist es vorzuziehen dieselben dem Gemisch beizumengen, während dasselbe noch in flüssigem Zustande ist. (Repertory of Patent-Inventions, 1857.)

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