Titel: Beim Ausmauern der Brunnen zu verhüten, daß das Wasser darin später übelschmeckend wird; von Strott.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 148/Miszelle 11 (S. 239)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj148/mi148mi03_11

Beim Ausmauern der Brunnen zu verhüten, daß das Wasser darin später übelschmeckend wird; von Strott.

Es ist eine bekannte Thatsache daß man in vielen Gegenden beim Ausmauern der Brunnen trocknes Moos zwischen die Steine bringt. Man glaubt hierdurch dem aus der Erde kommenden Wasser einen leichteren Durchgang in den Brunnen zu gestatten. Obgleich dieser Zweck keineswegs verfehlt wird, so wird doch dadurch wieder von der andern Seite ein bedeutender Uebelstand hervorgerufen, indem das Moos nach und nach in Fäulniß übergeht und solche dem Brunnenwasser mittheilt. Um nun diesen Uebelstand zu verhüten und ein gesundes, wohlschmeckendes Wasser zu erhalten, kann man auf folgende Weise verfahren. Während des Ausmauerns bringe man auf den Boden des Brunnens unter die Steine, wie auch an die Seite zwischen Mauer und Erde, eine Lage grob zerstoßene Holzkohlen, in gleicher Weise fülle man die Fugen zwischen den Steinen mit grob gepulverten Holzkohlen. Hierdurch wird das sich im Brunnen ansammelnde Wasser gleichsam filtrirt und durch die fäulnißwiderstehende Eigenschaft der Kohlen, so viel als möglich, vor Fäulniß geschützt. (Zeitschr. f. Bauhandwerker. S. 29.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: