Titel: Anwendung von schwefelsaurem Bleioxyd statt Bleiweiß in der Spitzenindustrie; von H. Masson.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 148/Miszelle 4 (S. 235)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj148/mi148mi03_4

Anwendung von schwefelsaurem Bleioxyd statt Bleiweiß in der Spitzenindustrie; von H. Masson.

Ich habe vor einiger Zeit das schwefelsaure Bleioxyd als Ersatzmittel für das Bleiweiß in Vorschlag gebracht, theils um beschmutzten Spitzen wieder das Ansehen von neuen zu geben, theils um die Spuren der Finger verschwinden zu machen, und so die Verbindung der Dessins zu verstecken (polytechn. Journal Bd. CXLIV S. 465). Seitdem haben mehrere Thatsachen neuerdings die Nothwendigkeit bewiesen, zu diesen Zwecken auf das Bleiweiß zu verzichten; so starb kürzlich in Brüssel eine Arbeiterin von zwanzig Jahren erwiesenermaßen, an Bleiweiß-Vergiftung. Venetianischer Talk, Magnesia, Schwerspath etc., wurden bisher vergeblich als Ersatzmittel für Bleiweiß versucht. Nur das schwefelsaure Bleioxyd scheint so gut wie das Bleiweiß zu haften, dessen giftige Eigenschaften es nicht besitzt, wie schon Orfila beobachtet hat, welcher in seinen Werken bestätigt, daß das schwefelsaure Blei ohne Nachtheil in starker Dosis verschluckt werden kann. (Comptes rendus, April 1858, Nr. 14.)

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