Titel: Kitt für die Gasretorten, überhaupt zur Verbindung von Eisenstücken welche der Hitze ausgesetzt sind.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 148/Miszelle 4 (S. 316–317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj148/mi148mi04_4

Kitt für die Gasretorten, überhaupt zur Verbindung von Eisenstücken welche der Hitze ausgesetzt sind.

In der Mainzer Gasanstalt hat sich zur Verbindung der Aufsteigröhren mit den Muffen des Retortenkopfes, sowie zur Verdichtung der Retortenköpfe bei ihrem Befestigen an der Retorte, überhaupt zur Verbindung von der Hitze ausgesetzten Eisenstücken, folgender Kitt als sehr empfehlenswerth erwiesen:

12 Pfund Eisenfeilspäne,
2 „ Cement,
1 „ Gyps,
4 Loth Salmiak,
3 „ Schwefel,
1 1/2 Schoppen Essig.
|317|

Diese Mischung ist mit wenig warmem Wasser anzurühren.

Es ist nicht nothwendig, die angegebenen Quantitäten der einzelnen Substanzen genau einzuhalten. Die Richtigkeit der Mischung läßt sich daran erkennen, daß der Kitt beim Trocknen an der Oberfläche braune Bläschen erhalten muß.

Durch diesen Kitt verbundene Gegenstände dürfen jedoch der Feuchtigkeit nicht ausgesetzt werden, denn ich habe die Erfahrung gemacht, daß Muffe, welche vermittelst der erwähnten Kittmischung mit den Aufsteigröhren verbunden, von einem Ofen abgenommen und an einen ziemlich feuchten Ort niedergelegt wurden, dadurch zersprangen, daß der Kitt Feuchtigkeit aus der Luft einsog und sich ausdehnte.

A. Bernard.

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