Titel: Ueber die Farbe der Vögel; von Hrn. Bogdanow.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 148/Miszelle 7 (S. 398–399)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj148/mi148mi05_7
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Ueber die Farbe der Vögel; von Hrn. Bogdanow.

Das Resultat seiner, der französischen Akademie der Wissenschaften mitgetheilten Untersuchungen über diesen Gegenstand stellt der Verfasser in folgenden Sätzen zusammen:

1) Die Federn müssen in zwei Gruppen abgetheilt werden, die gewöhnlichen Federn, nämlich diejenigen welche im durchgehenden Lichte oder im reflectirten Lichte gesehen, dieselbe Farbe haben, und die optischen Federn, welche verschiedene Erscheinungen zeigen, je nachdem man sie auf die eine oder die andere Weise betrachtet.

2) Die gewöhnlichen Federn verdanken ihre Färbung einzig dem Pigment, welches stets chemisch isolirbar ist.

3) Die Pigmente zerfallen in zwei Gruppen, welche ganz verschiedene chemische Eigenschaften zeigen; die erste Gruppe, welche das gelbe, rothe, violette und grüne Pigment umfaßt, ist bloß in Alkohol und Aether löslich; die zweite Gruppe beschränkt sich auf das schwarze Pigment, welches nur in Ammoniak, Kali und ein wenig in Wasser löslich ist.

4) Das Zoomelanin, oder schwarze Pigment der Federn, muß sehr wahrscheinlich als identisch mit dem in der Haut des Negers und im Auge abgelagerten Melanin betrachtet werden.

5) Von optischen Federn erhält man braune und grüne Pigmente, welche identisch mit denjenigen sind, die man aus gewöhnlichen Federn extrahirt.

6) Man kann einen gewissen Parallelismus zwischen der Reihe der gewöhnlichen Farben und der Reihe der optischen Farben nachweisen.

7) Die blaue Farbe mit allen ihren Nüancen muß als eine optische Farbe betrachtet werden. (Comptes rendus, April 1858, Nr. 16.)

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