Titel: Verfahren, kleine schmiedeiserne Artikel, Stecknadeln, Agraffen etc., auf nassem Wege zu verzinnen; von Hrn. Fouquet zu Rugles (Eure-Departement).
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 148/Miszelle 3 (S. 464)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj148/mi148mi06_3

Verfahren, kleine schmiedeiserne Artikel, Stecknadeln, Agraffen etc., auf nassem Wege zu verzinnen; von Hrn. Fouquet zu Rugles (Eure-Departement).

Das Verfahren des Erfinders besteht in der Anwendung eines Zinn-Amalgams, welches schon bei niedriger Temperatur flüssig wird; seine Methode gewährt den Vortheil, daß sie nicht viel Handarbeit erfordert, ferner die Rauhigkeiten und Unebenheiten vermeidet, welche man mit Recht der gewöhnlichen Verzinnung vorwirft. Man braucht die eisernen Gegenstände, nachdem sie auf gewöhnliche Weise abgebeizt worden sind, nur in ein Amalgam zu tauchen, welches in schwach angesäuertem heißem Wasser zum Schmelzen gebracht ist, damit sie sich sofort mit einer glänzenden Schicht überziehen.

Obgleich man von dem Quecksilber keine größere Menge angewandt hat, als gerade nothwendig ist um das Zinn flüssig zu machen, so ist dieses Amalgam doch zu reich an Quecksilber. Der Erfinder hilft sich daher dadurch, daß er die amalgamirten eisernen Gegenstände durch den sogenannten Weißsud oder Zinnsud der Nadler passirt. Die weißgesottenen Gegenstände werden dann, wie gewöhnlich, gut abgewaschen, mit grober Kleie getrocknet und ebenfalls mit Kleie polirt. (In Frankreich erloschenes Patent. – Brevets d'invention, t. XXVI.)

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