Titel: Berjot's Darstellung einer Flüssigkeit zum Amalgamiren des Zink.
Autor: Berjot,
Fundstelle: 1858, Band 149, Nr. CV. (S. 370)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj149/ar149105

CV. Darstellung einer Flüssigkeit, womit man durch bloßes Eintauchen die Zinkplatten der galvanischen Säulen amalgamiren kann; von Hrn. Berjot.

Aus den Comptes rendus, August 1858, Nr. 6.

Nach der gewöhnlichen Methode stellt man die Zinkelemente in eine Art kleiner Form von Holz, welche beiläufig die Gestalt des Zinks hat, man gießt Quecksilber in diese Form und taucht das Ganze in einen mit gesäuertem Wasser gefüllten Trog. Alsdann führt man mit einem aus sehr feinen Kupferdrähten bestehenden Pinsel das Quecksilber über die ganze Oberfläche des Zinks, welche sich dasselbe um so leichter aneignet, da das Amalgamiren gleichzeitig mit dem Abbeizen geschieht.

So einfach diese Methode zu seyn scheint, so erfordert sie doch einen solchen Zeitaufwand, daß man es oft vorzieht die benutzten Platten geradezu zu verwenden, anstatt sie vorher neuerdings zu amalgamiren. Diese Operation ist jedoch wichtig, nicht nur zur Ersparung an Zink, sondern auch bezüglich der Elektricitäts-Erzeugung.

In die von mir vorgeschlagene Flüssigkeit braucht man die Zinkelemente nur einige Secunden lang einzutauchen, um sie vollständig zu amalgamiren, wenn sie noch so stark zerfressen sind. Hr. Ruhmkorff, welcher unlängst Gelegenheit hatte, meine Flüssigkeit für die galvanischen Säulen der Schule zu Guadalajara in Spanien zu benutzen, versicherte mir, daß ich durch Veröffentlichung ihrer Bereitungsweise den Personen welche sich mit elektrischen Versuchen beschäftigen, einen Dienst erweisen würde, daher ich seiner Aufforderung hiemit entspreche.

Man löst in der Wärme 200 Gramme Quecksilber in 1000 Grammen Königswasser (1 Thl. Salpetersäure, 3 Thle. Salzsäure) auf; nachdem alles Quecksilber aufgelöst ist, setzt man 1000 Gramme Salzsäure zu. Mit einem Liter dieser Flüssigkeit, welcher nur 2 Francs kostet, kann man wenigstens 150 Zinkelemente amalgamiren.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: