Titel: Verfahren zur Gewinnung des Goldes aus seinen Erzen, von Eduard Primard.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 149/Miszelle 3 (S. 76–77)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj149/mi149mi01_3
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Verfahren zur Gewinnung des Goldes aus seinen Erzen, von Eduard Primard.

Der goldhaltige Quarz wird in einem Ofen bis zum Glühen erhitzt und dann mit Wasser besprengt, damit er mürbe wird. Er wird sodann durch Pochen zu einem höchst feinen Pulver zertheilt, damit die Goldtheile möglichst bloßgelegt werden. Besteht das taube Gestein nicht aus Quarz oder einer anderen Masse von ähnlicher Harte, so wird die Zertheilung ohne vorausgehendes Glühen bewirkt. Die fein pulverisirte Masse bringt man, mit heißem Wasser befeuchtet, in mit Blei ausgefütterte Fässer und leitet Chlorgas hindurch. Die Fässer sind über ihrem Boden mit einem zweiten durchlöcherten Boden versehen, auf welchem die Masse ausgebreitet wird. Das Chlorgas leitet man durch eine Röhre bis unter den durchlöcherten Boden, so daß es von unten nach oben durch die Masse hindurchgeht. Mehrere mit der Masse beschickte Fässer stehen durch Röhren so mit einander in Verbindung, daß das in einem Fasse nicht absorbirte Chlor in das folgende strömt. Nach genügender Behandlung wird die Masse mit Wasser ausgelaugt und aus der Flüssigkeit, die nun Goldchlorid enthält, das Gold nach irgend einem bekannten Verfahren niedergeschlagen. Wenn das Erz zugleich Silber enthielt, so befindet dasselbe sich als Chlorsilber in dem Rückstande und wird durch Auslaugen mit heißer Kochsalzlösung daraus gewonnen, (Repertory of Patent-Inventions, April 1858, S. 265, durch Polytechnisches Centralblatt, 1858 S. 763.)

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