Titel: Hoffmann's Verfahren zur Fabrication von Stärkegummi und Traubenzucker.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 149/Miszelle 10 (S. 320)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj149/mi149mi04_10

Hoffmann's Verfahren zur Fabrication von Stärkegummi und Traubenzucker.

Der Chemiker T. A. Hoffmann aus Altenburg, gegenwärtig in Beardstown, Ill. in den Vereinigten Staaten, ließ sich ein Verfahren zur Verwandlung des Stärkmehls und der Getreidearten in Dextrin oder in Traubenzucker patentiren, welches im Wesentlichen darin besteht, das mit Wasser und verdünnter Säure gemischte Stärkmehl oder Korn im geschlossenen Behälter mittelst darauf einwirkenden Hochdruckdampfs auf die Temperatur von 225° bis 300° F. (107° bis 149° Celsius) zu erhitzen.

Das Korn wird in einen geschlossenen und dampfdichten Maischbottich gebracht, und es werden auf je 8 Gallons (= 1 Bushel) desselben beiläufig 12 Gallons kochendes Wasser (im Verhältniß des Dampfdrucks eine größere Quantität) angewandt, nebst 1 oder 2 Proc. des Korngewichts concentrirte Schwefelsäure. Diese Substanzen werden nach und nach zusammengebracht und dann unter Dampfdruck zwei bis drei Stunden lang umgerührt (gemaischt). Das Stärkmehl ist hernach in Dextrin verwandelt. Die aus dem Behälter abgezogene saure Flüssigkeit wird mit Kreide vollständig gesättigt, und nachdem sich der Niederschlag in der Ruhe abgesetzt hat, die klare Flüssigkeit abgedampft, um das Stärkegummi zu erhalten.

Traubenzucker erhält man, wenn man das Dämpfen der Masse im geschlossenen Behälter längere Zeit über fortsetzt. (Scientific American vom 7. August 1858.)

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