Titel: Anwendung von Salpeter beim Puddeln des Eisens, nach F. Ch. Knowles.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 149/Miszelle 3 (S. 316–317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj149/mi149mi04_3
|317|

Anwendung von Salpeter beim Puddeln des Eisens, nach F. Ch. Knowles.

Nach einem, dem Genannten in England patentirten Verfahren wird beim Puddeln des Eisens Kali- oder Natronsalpeter zugesetzt, um Silicium, Schwefel, Phosphor und einen Theil des Kohlenstoffs zu oxydiren und dadurch ein besseres Eisen zu gewinnen. Die Menge des erforderlichen Salpeters hängt von dem Gehalte des zu verpuddelnden Roheisens an Phosphor, Schwefel etc. ab. Außer dem salpetersauren Salz setzt Knowles noch Kaolin behufs der Schlackenbildung zu. (Repertory of Patent-Inventions, März 1858, S. 239.)

Es ist einleuchtend, daß der dem Roheisen zugesetzte Salpeter nicht direct (mit Umgehung des Eisens) das in demselben enthaltene Silicium, den Phosphor, Schwefel etc. oxydirt, sondern nur mittelbar wirkt, indem er Eisenoxyd erzeugt, welches jenen Zweck erfüllt. Das bekannte Schafhäutl'sche Mittel und der von Sanderson zum Feinen des Roheisens empfohlene Zuschlag von Eisenvitriol (polytechn. Journal Bd. CXLIV S. 463) verdienen daher als ökonomischer den Vorzug. Die Redaction.

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: