Titel: Ueber das Vorkommen des Arseniks im Messing; von A. Loir.
Autor: Anonymus
Fundstelle: 1858, Band 149/Miszelle 4 (S. 317)
URL: http://dingler.culture.hu-berlin.de/article/pj149/mi149mi04_4

Ueber das Vorkommen des Arseniks im Messing; von A. Loir.

Daß manche Messingsorten Arsenik enthalten, ist eine Thatsache, welche ich nirgends erwähnt gefunden habe. Die Kenntniß derselben ist aber wichtig hinsichtlich des Ausgrabens von Leichnamen behufs der gerichtlich-chemischen Untersuchung auf eine stattgefundene Arsenikvergiftung. In manchen Gegenden pflegt man nämlich in die Särge Medaillen zu legen, besonders oder an Rosenkränze befestigt. Solche Medaillen, welche oft aus Messing bestehen, können nach Verlauf mehr oder weniger langer Zeit in Folge der durch die Fäulniß hervorgerufenen Reactionen angegriffen werden, und vermengen sich dann mit den Ueberbleibseln des Leichnams, welche bisweilen chemisch untersucht werden müssen.

Ich habe den Arsenik in zehn Messingsorten aufgefunden.

Angewandtes
Gewicht.
Länge des Arsenringes.
Grm.
Eine Medaille 1,15 3 Centimeter.
Andere Medaille 1,73 5 „
Andere Medaille 2,65 4 „
Andere Medaille 2,70 4,5 „
Draht 3,00 4 „
Acht kleine Stecknadeln 0,45 Sehr merklicher Ring.
Messing zum Bearbeiten auf d. Drehbank 2,50 3 Centimeter.
Messing für Zierathen 3,00 3 „
Anderes für Zierathen 5,00 Keine Spur.
Rauschgold 5,00 Keine Spur.

(Comptes rendus, Juli 1858, Nr. 3.)

Suche im Journal   → Hilfe
Alternative Artikelansichten
  • XML
  • Textversion
    Dieser XML-Auszug (TEI P5) stellt die Grundlage für diesen Artikel.
  • BibTeX
Feedback

Art des Feedbacks:
Ihre E-Mail-Adresse:
Anmerkungen: